Nur die Darmspiegelung schützt vor Darmkrebs

Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für eine Darmkrebserkrankung rapide an. Es ist aus zahlreichen Erhebungen bekannt, dass in dieser Altersgruppe trotz Beschwerdefreiheit rund ein Prozent der Menschen bereits an Krebs erkrankt ist.
Bei sechs bis acht Prozent dieser Menschen werden große Polypen auf der Darmschleimhaut gefunden, die als potenzielle Krebsvorstufen einzuschätzen sind. Die Darmspiegelung ermöglicht es, alle diese Schleimhautveränderungen nahezu risikofrei abzutragen und so einer Krebsentstehung vorzubeugen.

Seit 2002 steht jedem gesetzlich Versicherten ab dem 55. Geburtstag eine präventive Darmspiegelung zu, die bei unauffälligem Erstbefund nach zehn Jahren wiederholt werden kann. Trotzdem nutzen nur etwa zwei bis drei Prozent der Anspruchsberechtigten diese Chance. Obwohl die Information über Darmkrebs inzwischen in der Bevölkerung angekommen ist, stellen sich immer noch viele auf den riskanten Standpunkt, dass sie das Problem nicht betreffe. Dabei spielt die unbegründete Angst vor der Untersuchung und der Diagnose Krebs ebenso eine Rolle wie die falsche Annahme, dass ohne Symptome kein Krebs vorhanden sein könne.

Eine vorsorgliche Darmspiegelung, wie sie auch in unserer Praxis durchgeführt wird, gibt Sicherheit, frei von einer der häufigsten Krebsarten zu sein. Ist der Befund der Darmspiegelung unauffällig, braucht man sich für die folgenden zehn Jahre keine Sorgen zu machen.

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